Positives Denken

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich die Corona Zeit durchlebe und überstehe.

Da ich wegen meines Alters nicht mehr täglich ins Büro darf, wie vor der Corona Zeit, habe ich ja mein Leben neu organisiert. Dies habe ich in meinem Blog vom April beschrieben und daran hat sich kaum etwas geändert.

Es ist mir wichtig, dass ich fit bleibe, physisch und psychisch.

Mein oberstes Gebot: Ich lasse mich von all den Ängsten um mich herum nicht beeinflussen. Denn – das ist meine Überzeugung – die Angst ist der Nährboden, auf dem die Seuche gedeihen kann.

Selbstverständlich lebe ich nach den Vorschriften, das gehört sich einfach. Aber ich bin nicht ängstlich, dass das Virus mich erwischen könnte.

Wie sehr negative Gefühle schädigen, erlebte ich kürzlich: Eine Begebenheit hatte mich gefrustet und ich war „sauer“, traurig und negativ. Im Fitnessstudio fiel mir beim Krafttraining an den Übungsmaschinen auf, dass ich 10 Kilogramm weniger drücken konnte. Eine direkte Folge meiner Gedanken an die unangenehme Begebenheit. Als ich das realisierte, versuchte ich, mich mit der Situation zu arrangieren, ja, darin auch Positives zu sehen. Zusätzlich schickte ich der Verursacherin meines belastenden Erlebnisses positive Gefühle. Umgehend war meine alte Kraft wieder da. Ich konnte wieder die gleichen Gewichte drücken wie vor dem Erlebnis.

Hier noch ein Beispiel, was Gedanken bewirken: Es gibt schlanke Menschen, die immer wieder sagen: „Ich kann essen, was ich will, ich bleibe schlank“. Von fülligeren Menschen höre ich dagegen oft: „Ich brauche Schokolade nur anzuschauen, dann werde ich schon dick“. Bei einem Freund von mir war es noch drastischer. Bis zu seinem 70. Geburtstag war er gertenschlank. Er war einer dieser Menschen, die essen und trinken konnten, was und wieviel sie wollen. Nichts wirkte sich auf seine Figur oder sein Gewicht aus. Zu seinem 70. Geburtstag schenkte ihm jemand eine Waage, die er dann auch benutzte. Was er nicht wusste: Das Gewicht eines Menschen schwankt ganz natürlich, abhängig vom Schlaf, dem Essen, wie viel man getrunken hat, ja selbst von Tag zu Tag. An manchen Tagen bringt man mehr, am nächsten wieder weniger auf die Waage, ohne dass man etwas verändert hätte. Aber wenn man bei kleinen Gewichtsschwankungen nach oben denkt: „Au, jetzt habe ich zugenommen“, dann wirkt es sich auch so aus. So war es bei meinem Freund. Nachdem er die Waage geschenkt bekommen hatte und sie regelmäßig benutzte, hatte er Figur- und Gewichtsprobleme und wurde dick.

Ich erlebe es auch im Geschäftsleben bei meinen Freunden: Wenn sie positiv blieben, auch wenn der Umsatz mal unbefriedigend war, konnten sie das bald wieder ausgleichen. Wenn sie sich jedoch Sorgen machten und Angst hatten, wie es in Zukunft weiter gehen soll, blieben die Umsätze niedrig.

Auch in unserer Sprache wird es deutlich: Ich habe noch nie gehört oder gelesen, dass man Sorgen kriegt, sondern immer nur dass man sich Sorgen macht. 

Dies sind meine Erfahrungen. Wie erlebt Ihr Corona?

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2 Kommentare zu “Positives Denken

  1. Auch ich erlebe es, wie die Leute Angst haben, bin Masseurin und viele fragen ob sie die Masken tragen müssen? Ich überlasse es Ihnen. Es kommen auch nur die Leute wo wirklich keine Angst haben. Ich greife ja die Leute an, kommen ja zur massage. Danach ist es viel lockerer und sie haben auch die Angst verloren.

  2. Liebe Verena,
    ich finde deine Gedanken immer wieder inspirierend. Vor allem finde ich interessant, wenn du aus deinem Leben berichtest und wie du mit Situationen umgegangen bist.
    Diesmal bin ich allerdings über den Satz gestoplert: „Ich mache mir Sorgen“. Es stimmt schon, dass ich mir oft Sorgen mache, die unnötig wären. Aber es gibt doch auch Sorgen, die sind da, wie zum Beispiel: Wie geht es weiter in meinem Beruf? Wenn das Geld knapp ist: Wie kann ich mehr Geld verdienen? Oder wenn jemand krank ist: Wird er wieder gesund?
    Was ist denn damit? Und wie gehst du mit solchen Sorgen um?
    Danke für deine Beiträge!

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